Valous Switch: Teil XXX - Unken zählt nicht
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In den Foren wird soviel über Probleme berichtet das man es mit der Angst bekommen könnte. Hier hustet ein Mac mini. Dort surrt ein iMac. An allen Ecken und Enden steht ein knarzendes MacBook. Vor Scham ob all der in Foren besprochenen Probleme verfärbt sich ein MacBook Pro. Von den Spaltmaßen will ich hier garnicht anfangen. Horrorberichte wo man hinschaut. Ein Switcher ist scheinbar zurecht über Apples Qualität verunsichert. Auf den ersten Blick und ohne weiteres Nachdenken ganz sicher.
Werden die Verkaufszahlen von Apple mit den Beschwerden in sämtlichen einschlägigen Foren verglichen relativiert sich das Bild recht schnell. Abgesehen von Serienfehlern die in jedem Unternehmen auftreten können. So natürlich auch bei Apple. Lasst uns eine kleine Rechnung aufstellen. Apple produziert 1 Million Einheiten MacBook Pro. Sämtliche Beschwerden in den Foren über Verarbeitungsmängel werden zusammen gezählt. Die Zahl wird, wegen der Leute die Probleme haben ohne sich in Foren zu melden, verdoppelt. Nehmen wir zur Veranschaulichung eine konkrete Zahl zur Hilfe. Insgesamt beschweren sich 5000 Leute. Wird diese Zahl verdoppelt sind wir bei 10000 fehlerhaften MacBook Pros. Im Umkehrschluß bedeutet es das Apple 990000 weitgehend fehlerfreie Geräte ausgeliefert hat. Selbst wenn wir diese Zahl verzehnfachen hat Apple immernoch 900000 fehlerfreie Geräte ausgeliefert. Die Angst vor einem defekten Gerät ist eine Folge des Kanalisierungseffektes der Foren. Probleme werden von den Betroffenen transportiert. Diejenigen bei denen weitgehend alles in Ordnung ist machen sich nur selten bemerkbar.
Kommen wir nun zu softwareseitigen Problemen. Klar. Das Betriebssystem von Apple (Mac OS X 10.4.x Tiger) und alle anderen Programme von Apple sind nicht absolut fehlerfrei. Perfekt gibt es nicht. Verfolgt man die Problembeschreibungen in den einschlägigen Foren bekommt man oft den Eindruck das Probleme eher vor dem Mac sitzen. Bugs in der Software sind sicher auch Auslöser von Problemen, aber eben nicht nur.
Ich bedaure das Apple wohl nie konkrete Zahlen nennen wird. Wir werden wohl nie erfahren wieviele Macs einer Serie tatsächlich zurückgehen. Ich will Apple auch nicht in Schutz nehmen. Apple will als Firma auch nur Geld verdienen und ist kein Wohlfahrtsverein. Wenn Kunden etwas ändern wollen müssen sie zusammenhalten. Ganze Produktlinien floppen lassen. Nur dann wird sich eine Firma wie Apple bewegen. Angst aber braucht ein Switcher nicht zu haben. Bekommt man tatsächlich ein mangelhaften Mac, wird der vom Händler nachgebessert oder ausgetauscht. Je nachdem wie man mit den Leuten redet wird es mehr oder weniger langwierig und kompliziert. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Ich kann jedem potentiellen Switcher nur empfehlen es zu tun. Microsoft hat immernoch 90% Marktanteil. Auch bei Vista ist nicht alles Gold was glänzt. Die Lizenzierungspolitik, gerade im Hinblick auf Virtualisierungsprogramme, ist sehr zweifelhaft. Diverse Äußerungen der Führungsriege macht die Firma aus Redmond nicht wesentlich sympathischer. Fragt befreundete Macianer, geht in Läden um mit Macs rumzuspielen und löchert das Personal von den Händlern und Apples Hotline.
Unken kaum angebracht…
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