Valous Switch: Teil XIX - Gestatten, Darwin.
Entschuldige bitte wenn du hier einen Artikel über den britischen Naturforscher erwartet hast. Ähnlichkeiten sind, falls vorhanden, rein zufällig. Schauen wir mal was ich über den Betriebssystemkern namens Darwin, von Apple Inc., herausfinden konnte.
Darwin wird nicht nur als Grundlage für Mac OS X verwendet. Darwin ist auch ein eigenständiges Betriebssystem. Der von Darwin verwendete Kernel wird XNU (X is Not Unix) genannt und kann somit als eigentlicher Betriebssystemkern von Mac OS X betrachtet werden. XNU ist ein Hybridkernel. Ein Hybridkernel will die Vorteile des Mach- und FreeBSDkernels verbinden.
- Die BSD-Anteile im Hybridkernel von Apple steuern das Multiusersystem (NutzerIDs und Nutzerrechte), den TCP/IP-Stack (inklusive Firewall), die Synchronisierung und die Prozessaufteilung.
- Die Mach-Anteile sind verantwortlich für das Multitasking, das Speichermanagment und die Fehlerbehandlung.
- Die BSD- und Machanteile werden vom I/O-Kit ergänzt das für Plug and Play, Hotplugging, das Powermanagment und die Extensionsverwaltung im Macintosh verantwortlich ist.
Um Kosten zusenken und um die Entwicklung von Darwin zu beschleunigen hat Apple den Nachfolger von NeXTStep unter die Apple Public Source License gestellt. Damit stellte Apple, Darwin als Open Source und somit den Quellcode für jeden interessierten Entwickler zur Verfügung. Voila Darwin war geboren und somit Apples Unterbau für Mac OS X.
Hinweise:
- Darwin war schon immer auf PPC- und x86-Prozessoren lauffähig.
- Darwin ist nur eine der Vier Hauptsäulen der Mac OS X Architektur.
Auf das Thema Darwin bin ich gekommen weil im Forum das Thema Speicherschutz angesprochen wurde. Dafür ist der Machteil des Hybridkernels verantwortlich. Der verfügbare Arbeitsspeicher wird so aufgeteilt und Programme voneinander getrennt das ein abgestürztes Programm nicht das ganze System tötet.
Angenehm, Valou!
Quellen:
Operating System Documentation Project
Speicherschutz
Mac OS X
Darwin
XNU
GNU-Darwin
macprime
ApfelWiki
Interessant! Auch wenn ich nur etwa die Hälfte davon richtg verstehe, ist es mal schön, wenn einem die Innereien des Mac OS X erklärt werden.